Unser pädagogisches Profil

  1. Unser Bild vom Kind
  2. Krippenzeit im Kinderland
  3. Pädagogische Schwerpunkte
    1. Eingewöhnung nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell
    2. Ernährungsbildung - Aufbau neues Ernährungskonzept
    3. Zahlen- und Entenland - Frühe mathematische Bildung als ganzheitlicher Prozess
    4. Waldtag - Eine Sozio - Emotionale Naturerfahrung
  4. Elternmitwirkung
  5. Beschwerdemanagement

  1. Unser Bild vom Kind 
  2. Jedes Kind kann in unserer KiTa Bildungserfahrungen machen. Dazu haben wir ein ganzheitliches, teiloffenes Konzept entwickelt, welches sich an den aktuellen Lernsituationen der Kinder orientiert. Es gibt bei uns viele Orte für eigenständiges Tun. Dabei steht an erster Stelle das Wohlbefinden, das durch achtsames Miteinander gelebt wird.

    Alle Beteiligten wie Eltern, Kinder, Fachkräfte der KiTa und der Träger validieren regelmäßig die Qualität der Bildungs- und Betreuungsangebote in Form von Kinderkonferenzen, gemeinsamen Projekten, Elternstammtischen usw.
    Große Beachtung schenken wir der frühkindlichen Bildung. Schutzräume für die kleinen Kinder im Käferhaus stehen deshalb zur Verfügung.
    Für alle Kinder bieten wir Zeit, Raum und Möglichkeiten für individuelle Entwicklung.

  3. Krippenzeit im Kinderland 
  4. Schon Maria Montessori war davon überzeugt, dass im Kind selbst alle Kräfte verborgen sind. Diese Kräfte wollen wir bei den Kindern wecken.
    Die Forderung "Hilf mir es selbst zu tun" von M. Montessori sehen wir für uns als eine pädagogische Heran- bzw. Vorgehensweise an und wollen dies als Entwicklungsbegleiter mit den Kindern leben.

    Das Raumkonzept orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder und soll vor allem Geborgenheit und Sicherheit, also eine Atmosphäre des Wohlbefindens erzeugen. Uns ist dabei wichtig, dass die Räume eine Vielgestaltigkeit besitzen, in denen sich unterschiedlich proportionierte und ungleich helle Räume zu verschiedenartigen Tätigkeiten stimulieren.
    Die Entfaltung der Sinne, den Körper erleben, Essen und Genießen, Schlafen und Träumen steht im Mittelpunkt der Krippenpädagogik unseres Hauses.

    Was bedeutet Krippe für uns heute aus Sicht der frühkindlichen Betrachtungen?

    In den ersten drei Jahren vollziehen sich die wichtigsten Prägungen und Weichenstellungen im Leben eines Kindes. Die Kinder lernen nie wieder so viel, wie in dieser Zeit. Die Voraussetzung dafür ist gegeben, wenn das Kind erfährt, dass es angenommen wird, so wie es ist, es geliebt und geachtet wird. Dann wachsen Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Neugierde - Voraussetzungen für gelingende Selbstbildungsprozesse.

    Die Kinder erleben in der Krippe eine für sie spannende und anregungsreiche Umgebung. Andere Kinder die soziale Erfahrungen ermöglichen und Erzieherinnen, die in Ergänzung zu den Eltern zu wichtigen Bezugspersonen werden. Sie erleben Erwachsene mit unterschiedlichen Kompetenzen, die sie für ihr eigenes Lernen nutzen können. Auch Kinder in anregungsarmen Elternhäusern oder deren Eltern gerade in einer schwierigen Situation leben, kann die liebevolle Bereuung in der Krippe zur individuellen Entwicklung des Kindes beitragen.

    Krippe heißt heute mit den Kindern leben und gemeinsam den Alltag bzw. Alltagssituationen zu bewältigen. Wie begleiten, unterstützen und fördern die individuellen Entwicklungsschritte der Kinder. Die Kinder beim Schlafen, Waschen, Essen, Spielen, sich streiten und versöhnen, beim Reden und Bewegen sowie bei allen anderen Alltagsbeschäftigungen zu begleiten, ermöglicht ihnen zunehmend selbständiger zu werden. Durch gezieltes Beobachten und Übersetzen müssen wir die Themen der Kinder erkennen und ihnen Entwicklungsmöglichkeiten geben, die sie gerade in diesem Augenblick in dieser Aktion brauchen.

  5. Pädagogische Schwerpunkte 
  6. 3.1. Eingewöhnung nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell

    Mit dem Eintritt in unsere KiTa erweitern sich die Lebenswelten von jedem Kind und dessen Eltern. Sie erfahren und erleben neue Beziehungen. Deshalb ist der Übergang in die KiTa von massiven Veränderungen gekennzeichnet und stellt hohe Anforderungen an die Beteiligten.

    Die Eingewöhnungszeit beträgt in der Regel 2 - 3 Wochen. Die konkrete Dauer und Gestaltung wird individuell mit den Eltern festgelegt und orientiert sich am Verhalten des Kindes.

    Verlaufsplanung:

    1. Aufnahmegespräch bei der KiTa - Leiterin
    2. Grundphase - Kontaktaufnahme Erzieher - Kind - Eltern
    3. Trennungsversuch ab dem 4. Tag
    4. Stabilisierungsphase - Eltern verbleiben in der Nähe, um bei Bedarf vor Ort zu sein
    5. Schlussphase - Die Eltern halten sich nicht mehr in der Einrichtung bereit, sind aber in kürzester Zeit bei Bedarf verfügbar.

    Die Eingewöhnung ist beendet, wenn das Kind die Erzieherin als "Sichere Basis" akzeptiert.

    3.2. Ernährungsbildung - Aufbau neues Ernährungskonzept

    Seit Januar 2016 bauen wir in Zusammenarbeit mit dem Caterer Lars Kurth, unserem Mittagessenanbieter, ein neues Ernährungsangebot für Kinder und Mitarbeiter der KiTa auf. Unser Ziel ist eine saubere Ernährung, d.h. regionaler, saisonaler Einsatz von Lebensmitteln.

    • Frühstück in Bufettform 8:00 Uhr
    • Mittagessen 11:00 - 12:00 Uhr
    • Vesper in Bufettform 14:15 Uhr

    Zu den Mahlzeiten und den ganzen Tag über gewährleistet die Kindereinrichtung ein ausreichendes Getränkeangebot, teilweise im Selbstbedienungsprinzip. Angeboten werden Wasser, Tee, Fruchtschorle und Milchgetränke zum Frühstück bzw. Vesper. Alle Mahlzeiten werden abwechslungsreich und kindgerecht gestaltet.
    Im wöchentlichen Angebot gibt es Getreideprodukte, wie z.B. Müsli, Cornflakes, Knäckebrot, Roggenbrötchen, Roggen- und Mischbrot sowie Obst und Gemüse der Saison aus heimischen Anbau. Weiterhin befinden sich im Sortiment Milchprodukte, wie Käse, Joghurt, Butter, Eier und wöchentlich einmal Wurstprodukte.
    Süße Brotaufstriche, wie Nuss-Nougatcremes, Marmelade und Honig werden nur beschränkt angeboten. Alle herzhaften Aufstriche werden selbst hergestellt.

    Eine Erzieherin/ Diätköchin wählt das entsprechende Mittagsmenü im monatlichen Bestellsystem altersspezifisch aus. Dabei werden Absprachen mit dem Koch getroffen und weitestgehend die Richtlinien der GES eingehalten.
    Die Nachmittagsmahlzeit wird mit den vorangegangenen Mahlzeiten abgestimmt, dabei werden ebenfalls Milch- und Getreideprodukte, Wurstbrote sowie Backwaren bereitgestellt.
    Bei der Vorbereitung des Frühstücks werden die Kinder mit einbezogen. Die Kinder können sich selbst am Bufett bedienen und ihre Mahlzeit zusammenstellen. Dabei können sie sich wichtige Fertigkeiten für die Mahlzeiten aneignen. Hilfreich steht eine Fachkraft den Kindern zur Seite.

    3.3. Zahlen- und Entenland - Frühe mathematische Bildung als ganzheitlicher Prozess

    Das Projekt "Entdeckungen im Zahlenland" stützt den natürlichen Entdeckungsdrang und die natürliche Neugier eines Kindes. Die Welt der Zahlen wird als wertvolles und erreichbares Ziel erlebt, das mit fröhlichen Erlebnissen verbunden ist.
    Anschauliche Bezeichnungen wie "Zahlenhaus" oder "Zahlenweg" unterstützen den Zugang und regen die Phantasie der Kinder an. Es gibt Geschichten von den Zahlen, Rätseln, Liedern und Abzählreime. Das Zahlenland wendet sich an Kinder im Alter ab 4. Lebensjahr.

    Das Gruppenprojekt "Entdeckungen im Entenland" wendet sich an Kinder im Alter von 2,5 - 4 Jahren. Es wurde mit der Zielsetzung entwickelt, Kinder an Methoden des Denkens heranzuführen, die ihnen helfen, Wissen über die Welt aufzubauen und mit ihrem Leben zu verbinden. Dies ist ein wichtiger Entwicklungsschritt in der frühen Kindheit.
    Die Bildungsinhalte umfassen u.a. das Lernen von Farben und geometrischen Formen, räumliches Vorstellungsvermögen, Erfahrungen mit Gewicht, Orientierung in der Zeit und erste Erfahrungen mit dem Würfel und dem Zählen.

    3.4. Waldtag - Eine Sozio - Emotionale Naturerfahrung

    Immer am Donnerstag geht es in den Wald für Kinder ab dem 4. Lebensjahr.
    Der Lebensraum Wald bietet den Kindern viele Möglichkeiten, Erfahrungen zu sammeln, ausreichend Platz, um ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachzukommen und Raum für Beobachtung von Tieren und Pflanzen.

    Durch das Spiel im Wald werden beim Gehen über unebenen Boden oder beim Klettern über Hindernisse wertvolle Erfahrungen in der Grob- und Feinmotorik gemacht. Die Kinder erleben die Natur als schützenswert und entwickeln ein Natur- und Umweltbewusstsein. Unterstützt werden diese Erfahrungen durch unseren Waldbegleiter Herrn Hofmann und 2 Pädagogen.

    Die Kinder sammeln Naturmaterialien, wodurch Phantasie und Kreativität angeregt wird. Es bilden sich Interessengruppen zwischen den Kindern, die gemeinsam auf Entdeckungsreise gehen.

  7. Elternmitwirkung 
  8. Bildung ist nicht die Sache der Erzieher allein. Es ist ein ergänzendes und respektvolles Miteinander von KiTa - Team und Elternschaft.

    Auf unterschiedlichen Ebenen engagieren sich Eltern der Kinder für die KiTa. Sie können als Elternsprecher einer Gruppe (Käfer, Schmetterlinge und Häschen) agieren, aber auch für die KiTa wertschätzende Arbeit leisten.

    Das Engagement und die Mitgestaltung des KiTa - Lebens durch die Eltern sind in vielen Bereichen möglich und erwünscht. Eltern organisieren Gruppennachmittage, unterstützen Feste und Feiern und nehmen aktiv an der Planung und Durchführung von Projekten teil. Eltern leisten aktive Hilfe bei Arbeitseinsätzen innerhalb und außerhalb der KiTa (Spielplatz) oder durch Spenden materieller Art.

    Die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erziehern basiert auf Augenhöhe und dient dem Wohle des Kindes. Im jährlichen Elterngespräch wird die Entwicklung des Kindes analysiert. Hierbei stehen die Stärken des Kindes im Vordergrund. Keinesfalls werden verzögerte Entwicklungsschritte als Defizite gesehen, sondern als Ausgangspunkt um Entwicklung zu beschreiben.

    Zu den Aufgaben der Elternsprecher gehören:

    • Verbindungsglied zwischen Eltern und Erziehern
    • Informationsfluss zwischen Eltern, KiTa - Leitung und KiTa - Träger realisieren
    • Der Elternrat - Das "Parlament" der Elternschaft. Die gewählten Elternsprecher bilden zusammen den Elternrat. Die Mitglieder des Elternrates treffen sich in regelmäßigen Abständen zum Informationsaustausch, zur Beratung aktueller Fragen und Probleme sowie zur Organisation vielfältigerAktivitäten.
    • Der Elternrat unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit der KiTa, nimmt Anregungen und Probleme von Eltern aus den Gruppen auf, regt die Klärung an und begleitet diese, hilft bei der Planung und Durchführung thematisierter Elternabende, wobei pädagogische und erzieherische Themen im Vordergrund stehen, informiert die Eltern über Vorhaben und Beschlüsse der Gremien, wie Elternrat und Arbeitsgruppen, gewinnt die Eltern der KiTa/ einer Gruppe für gemeinsame Aktionen, hat das Recht zur Stellungnahme bei Beschlüssen des Erzieherteams, wenn diese von grundsätzlicher Bedeutung für die Bildungs- und Erziehungsarbeit der KiTa sind.

  9. Beschwerdemanagement 
  10. Rechte der Kinder sichern - Kinder vor Gefahren schützen - Unsere Aufgabe - Unsere Verantwortung

    Seit Eintreten des Bundeskinderschutzgesetzes ist ein Beteiligungs- und Beschwerdemanagement in unserer KiTa konzeptionell festgelegt wurden.
    Alle Beschäftigten legen ein erweitertes Führungszeugnis zu Beginn der Tätigkeit vor. In der KiTa liegt ein Handbuch für Kinderschutz bereit. Dies ist die Grundlage zur Arbeit in der KiTa zum Wohle der Kinder.
    Bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung wird eine unverzügliche Anzeige vorgenommen.